Holstein Kiels Oberbürgermeister Samet Yilmaz und Staatskanzlei-Chef Dirk Schrödter bauen symbolisch die ersten Plätze auf der Nordtribüne ab. Yilmaz spricht von einem historischen Moment: "Weil wir alle lange drauf gewartet haben. Wie geht es weiter, geht es überhaupt weiter? Es wurde Zeit." Die Bauarbeiter werden dafür nur wenige Tage brauchen, schätzt Axel Bauerdorf, der Geschäftsführer der Kieler Sportstätten- und Stadiongesellschaft. "Es ist alles geschraubt oder gesteckt, von daher kommt man auch schnell voran." Nach den Sitzen folgen die Stehränge. Beides werde zunächst eingelagert und in Teilen später wiederverwendet, wenn in den nächsten Bauabschnitten provisorische Tribünen zum Einsatz kommen, erklärt Bauerdorf. Es folgt der Abbau des Daches und des Fluchtlichtmastes in der Nordwest-Ecke. Zum Start der neuen Saison in der Zweiten Fußball-Bundesliga für Holstein Kiel Anfang August ist nichts mehr übrig von der alten Tribüne, die Zuschauer blicken dann auf das Baufeld. Wer bisher eine Dauerkarte auf der Nordtribüne hatte, soll laut Verein Mitte Juni eine E-Mail mit einem alternativen Platzangebot bekommen. An der Stelle entsteht künftig die neue Haupttribüne. Bauerdorf hofft, dass die Genehmigung bis Ende des Jahres vorliegt, dann könnte der Bau direkt beginnen. Dort werden zum Beispiel die Technik, die VIP-Plätze, die Medienarbeitsplätze und die Kabinen für die Mannschaften untergebracht sein. Als "Herz des neuen Stadions" bezeichnet Bauerdorf die neue Hauptribüne, im März 2028 soll sie nach heutigem Stand eröffnet werden.